Vereinsgeschichte
2024
Im Zeichen des Musiktages
Nach dem Musiktag im Jahr 2022 war die Idee aufgekommen, selbst einen Musiktag in Niederrohrdorf durchzuführen. Was aus einer „Bieridee“ entstanden ist, nahm langsam Formen an. Seit dem Herbst 2022 war ein 14-köpfiges OK dabei, den Anlass auf die Beine zu stellen.
Aufgrund des bevorstehenden Grossanlasses und der neuen musikalischen Leitung stand bereits im Herbst 2023 fest, dass es kein eigentliches Jahreskonzert geben wird. Da zudem das Fischessen mit Jubilarenfeier mit dem Dorffest Remetschwil zusammengefallen wäre, wurde entschieden, im März ein „Café Harmonie – Meh als Kafi“ zusammen mit einer Jubilarenfeier in der Hinterbächli-Halle durchzuführen. Der Anlass fand Gefallen und auch der Einstieg mit Pascal ist sehr gut geglückt.
Nach dem Erstkommunionseinzug galt es schon bald ernst. Ab Anfangs Juni wurde auf der Gfeend-Wiese in Niederrohrdorf emsig gebaut. Neben einem riesigen Festzelt entstand ein gigantischer Springbrunnen mit Lichteffekten und weiteren – von externen Vereinen betriebenen – Beizen. Auch wenn Petrus am Wochenende vom 7. – 9. Juni nicht ganz auf der Seite des Vereins war (der Parkplatz musste kurzfristig nach Stetten – mit Shuttle-Dienst – verlegt werden), konnten alle Paradewett-bewerbe durchgeführt werden und der strömende Regen ging erst während dem Festakt los, als alle im Trockenen sassen. Der Musiktag wurde für den Verein zum vollen Erfolg. Nicht nur das Festdörfchen und die Konzertvorträge resp. Paradewettbewerbe fanden grossen Anklang – bei den beiden Festakts am Samstag- und Sonntagabend, welche die Harmoniemusik musikalisch umrahmen durfte – ging buchstäblich die Post ab. Es wurde gefeiert, geklatscht, gesungen, Polonaise gemacht – die Emotionen standen allen Vereinsmitgliedern ins Gesicht geschrieben, die eine oder andere (Freuden-) Träne wurde verdrückt und der Anlass dürfte für alle unvergesslich und einmalig bleiben.
2023
Unter dem Motto „Zirkus“ wurde Ende März zum Jahreskonzert in Niederrohrdorf eingeladen. Das gelungene Konzert gab den Startschuss in ein endlich wieder „normales“ Vereinsjahr. Nach dem Erstkommunionseinzug und dem Märtkafi im Frühjahr stand Ende Juni der Musiktag in Rothrist auf dem Programm. Neben einem gelungenen Konzertvortrag bleiben vor allem auch die heissen Temperaturen und der etwas enge Zeitplan zwischen dem Konzertvortrag und der Marschmusik in Erinnerung. Am Festakt durften sich vier Mitglieder zum Veteran ernennen lassen: Gina Kohlik, Christian Zimmermann (beide für 25 Jahre aktives Musizieren), Marlis Zehnder (35 Jahre) und Evi Waldburger (50 Jahre) durften sich vom Verein feiern lassen.
Leider zeichnete sich im Frühjahr/Sommer je länger umso mehr ab, dass der Verein und Roland Wernli nicht auf dieselbe Wellenlänge zu liegen kommen und man einigte sich darauf, nach dem Kirchenkonzert getrennte Wege zu gehen. In der Person von Pascal Gruber konnte ein junger, motivierter, aber auch schon erfahrener Dirigent gefunden werden, welcher das Zepter ab Mitte November übernehmen wird.
Nach einem geselligen Abend an der Badenfahrt im August und einem erfolgreichen Fischessen, ging’s im Oktober auf Musikreise in den Versuchsstollen Hagerbach sowie zu Maestrani ins Schoggi-Paradies. Am Konzert in der Kirche Mitte November wurde Roland Wernli verabschiedet und bereits am darauffolgenden Freitag stand Pascal Gruber – ohne je mit dem Verein geprobt zu haben – an der Eröffnung der Gemeindeversammlung vor dem Verein.
2022
Der Probebeginn im Januar 2022 stand unter dem Stichwort «2G+». Zusammen mit Bars und Diskotheken fielen Blasmusikproben unter das strengste Regime. Ein Probenbetrieb war nur zulässig, wenn die Mitglieder entweder frisch getestet waren oder eine weniger als drei Monate alte BoosterImpfung vorweisen konnten. Der Vorstand nahm aus einer Vereinsumfrage erfreut zur Kenntnis, dass dies die Mehrheit der Mitglieder nicht vom Proben abhalten konnte. Die Mitglieder wiesen bereitwillig ihre Zertifikate vor. Zudem stand jeweils vor jeder Probe ein eigenes internes HMR-Test-Team bereit.
Im April wurde das erste – und zugleich letzte – Jahreskonzert unter Fabian Schneider durchge-führt. Es wurde ein voller Erfolg; änderte aber nichts daran, dass Fabian im Sommer seine Ausbildung in den USA fortsetzen wollte. Die darauffolgenden Wochen waren ein Spagat zwischen Vorbereitung des Musiktages und der weiteren Auftritte und gleichzeitiger Absol-vierung von Stellproben mit potenziellen neuen Dirigentinnen und Dirigenten. Aus acht Bewerbungen hatte die Dirigentenkommission drei Favoriten ausgewählt. Nach den Stellproben entschied sich der Verein mit
überwiegender Mehrheit für den Bewerber Roland Wernli.
Am Musiktag in Niederwil fiel die Bewertung des Konzertstücks gut bis sehr gut aus; im Parade-wettbewerb erreichte der Verein den 6. Rang. Am anschliessenden Festakt durften sich sechs Mitglieder ehren lassen – aufgrund der Covid-Pandemie zum Teil mit einiger Verspätung: Marco Blunschi, Jeannette Plessl, Sonja Kaufmann und Andreas Hauser für 25 Jahre; Martin Blunschi für 50 Jahre und Ludwig Vogler für sage und schreibe 60 Jahre aktives Musizieren.
Nach einem erfolgreichen Fischessen und einem geglückten Start mit dem neuen Dirigenten, ging’s Mitte September auf die lang erwartete Vereinsreise nach München. Neben Dirndl und Lederhosen durften dabei auch die Weisswürste, Brezen und der Besuch eines kleineren Oktober-Festes nicht fehlen.
Im November wurde in der St. Martins-Kirche in Oberrohrdorf das erste Konzert unter der neuen Leitung abgehalten. Die Rückmeldungen waren zum grössten Teil positiv und mit ein paar Ständlis und dem traditionellen Schlusshock wurde das Jahr abgeschlossen.
2021
Not macht erfinderisch und nachdem auch im März an keinen Probenbetrieb zu denken war,
wurde eine „Zoom-Stubete“ organisiert. So konnten sich alle wenigsten online austauschen und trotz der Distanz kam eine gute Stimmung auf.
«Musikalisch» befand sich unser Verein weiterhin im Lock-Down. Der Bundesrat hatte die maximale „Personenzahl“ für musikalische Proben und Aktivitäten in Innenräumen auf fünf festgesetzt. Lösungen und Ideen waren gefragt. Eine Idee, welche an den Vorstand herangetragen wurde, war der Forstholzschopf in Oberrohrdorf als „Outdoor-Probelokal“ zu nutzen. Widererwarten bestätigte der Kantonsarzt, dass ein Probenbetrieb im Holzschopf wie draussen behandelt würde und daher 15 Personen zulässig wären. Auch die Ortsbürger und der Förster waren einverstanden. Der Schlüssel zum Holzschopf wurde besorgt – und nie benötigt. Denn am 14. April erlaubte der Bundesrat den Probenbetrieb für 15 Personen in Innenräumen. Da es in der Aula bedeutend wärmer und heller ist als im Holzschopf, wurde am 26. April der Ensemble-Probenbetrieb in der Aula in drei Ensembles (Flöten / Klarinetten / Waldhorn, Saxophone, Blech) à maximal 10 Personen aufgenommen.
Sämtliche Anlässe im Frühling und Sommer konnten nicht durchgeführt werden – aber es gab Licht am Horizont: Ab dem 10. Juni durften wieder Gesamtproben durchgeführt werden. Anfangs August fand eine Jubilarenfeier – unter Schutzmassnahmen und Maskenpflicht – im kleinen Rahmen und ohne das traditionelle Fischessen statt.
Am 21. November konnte trotz akuter Pandemiesituation das Konzert in der Kirche durchgeführt werden. Trotz Einschränkungen war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt und der Verein konnte mit einem gelungenen Konzert begeistern.
2020
Das Jahr stand ganz im Schatten von Covid-19. Ein Virus, das und dessen Auswirkungen auf unseren Verein, auf die Schweiz und die ganze Welt, niemand hat kommen sehen. Keiner dachte zu Jahresbeginn, dass es ein Virus geben könnte, aufgrund dessen im Jahr 2020 die drei wichtigsten Vereinsanlässe – das Jahreskonzert, das Fischessen wie auch das Konzert in der Kirche – abgesagt werden mussten. Zum wahrscheinlich ersten Mal in der über 150jährigen Vereinsgeschichte musste für den Dirigenten mehrmals Kurzarbeit beantragt werden, Proben wurden verboten oder unter
erschwerten Bedingungen mit Schutzkonzepten und Maskenpflicht abgehalten. Auch die Generalversammlung fand – zum ersten und hoffentlich einzigen Mal – online statt.
Aber von vorne… Die Vorbereitungen auf das Jahreskonzert liefen auf Hochtouren und der Verein freute sich auf die erste Musiktagteilnahme unter Fabian Schneider. Nachdem am 25. Februar der erste positive Fall von Covid-19 in der Schweiz bestätigt wurde, wurden die Massnahmen mehr und mehr verschärft bis am 16. März der sogenannte Lock-Down angeordnet wurde. Nur wenige Tage zuvor, am 12. März hatten sich die Aktivmitglieder schweren Herzens dazu entschieden, das für den 4. April geplante Jahreskonzert abzusagen. Aufgrund des Lock-Downs musste auch der Probenbetrieb eingestellt werden. Der Erstkommunions-Einzug wie auch der Musiktag in Oberrüti wurden abgesagt. Kurz vor den Sommerferien konnten wir unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes den Probenbetrieb wieder aufnehmen. Da der Vorstand zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden hatte, dass das Fischessen mit der Jubilarenfeier unter diesen Umständen nicht durchgeführt werden kann, nahmen wir noch vor den Sommerferien eine CD für die Jubilarinnen und Jubilaren auf. Am 1. September konnte bei kühlem, aber gutem Wetter, das KSB-Ständli draussen im Park durchgeführt werden – sage und schreibe der erste öffentliche musikalische Anlass im Jahr 2020!
Trotz aller Erschwerungen hatte sich der Verein intensiv auf das Konzert in der Kirche am 22. November vorbereitet. Der Vorstand war gewillt, das Konzert – wenn irgendwie möglich – durchzuziehen… und wurde eines Besseren belehrt. Aufgrund der verschärften Massnahmen des Bundesrates musste am 28. Oktober der Probenbetrieb erneut eingestellt und somit das Konzert abgesagt werden. Die Generalversammlung wurde in den Januar 2021 verschoben und wurde schlussendlich online durchgeführt.
Als kleine Aufmunterung überbrachte der Vorstand allen Aktiven kurz vor Weihnachten eine kleine Überraschung in der Form von selbstgebackenem Weihnachtsgebäck – so ging ein ungewöhnliches Vereinsjahr doch noch auf eine „süsse Weise“ zu Ende.
2019
Der Jahresbeginn stand ganz im Zeichen der Dirigenten-Evaluation. Neben dem „normalen“ Jahreskonzert-Probenbetrieb – unser Vize-Dirigent Beat Fischer zeigte sich sehr flexibel und sprang verdankenswerterweise kurzfristig bis zum Jahreskonzert ad Interim als Dirigent ein – fanden diverse Stellproben statt. Erstmals seit langem fand das Jahreskonzert, infolge einer Terminkollision, in Remetschwil statt. Neu wurde ein digitales Bestellsystem eingesetzt; trotz Startschwierigkeiten und einigen Aussetzern hat das System überzeugt und es wurde beschlossen, dasselbe auch künftig einzusetzen. Toll war auch, dass die Zuhörer und Zuhörerinnen den Weg nach Remetschwil gefunden haben und die Musikantinnen und Musikanten trotz der schwierigen Vorbereitungsphase unter dem Motto «Neu gemixt» ein gutes Konzert präsentieren konnten. Nun war auch der Zeitpunkt gekommen, den HMR-Freunden und treuen Gästen Fabian Schneider als künftigen Dirigenten vorzustellen. Am 11. April 2019 leitete Fabian seine erste reguläre Probe. Vieles klappte auf Anhieb sehr gut; einiges musste sich auch nach und nach einspielen; alte Muster waren zu durchbrechen; neue Anweisungen und Korrekturen mussten von unseren jüngeren und älteren Mitgliedern auch erstmal verstanden und umgesetzt werden. Aufgrund der Dirigentensituation hatte der Verein bereits zu Jahresbeginn beschlossen, auf die Teilnahme an einem Musiktag zu verzichten. So fanden im Juni diverse kleinere Ständlis statt. Nach einem erfolgreichen Fischessen im August, ging die Vereinsreise im September in den Zoo Zürich. Es fand sich eine eher kleine Teilnehmerzahl ein; die Stimmung war aber umso besser und das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Das Kirchenkonzert im November in Niederrohrdorf war die erste grosse „Feuertaufe“ der Harmonie unter der Leitung von Fabian Schneider… und sie wurde mit Bravour bestanden. Die technisch zum Teil doch recht schwierigen Stücke überzeugten und auch der klassische Hauch fand beim Publikum guten Anklang.
2018
Erstmals im neuen Jahr traten wir in Remetschwil an: Der Gemeinderat hatte ein Helferessen einberufen, die HMR machte dazu Bankettmusik. Wenig Applaus zwar, aber manchmal muss einfach nur die pure Pflichterfüllung genügen. Danach ging es aber konzentriert und zielstrebig aufs Jahreskonzert vom 24. März 2018 unter dem Motto „Querbeet“ zu. Die HMR liess sich musikalisch nicht eingrenzen und zeigte ein breites Spektrum ihres musikalischen Könnens. Unbestrittener Höhepunkt des Vereinsjahres war die Teilnahme am Kant. Musikfest in Laufenburg, an dem der Titel des Kantonalmeisters 3. Klasse Harmonie zu verteidigen war. Fast zur Prime-Time spielte der Verein die zwei Stücke in der Kath. Kirche. Höchstnote beim Aufgabenstück und die zweitbeste Bewertung beim Selbstwahlstück Mazedonia ergaben schliesslich den Festsieg in der Kategorie Harmonie 3. Klasse. Das kleine Wunder der Titelverteidigung der Harmoniemusik Rohrdorf von Aarburg war geglückt! Die Marschmusik war dann auch noch… allerdings nicht ganz so erfolgreich. Ein Rang im Mittelfeld musste genügen. Das Fest nahm nun seinen Lauf und viele zufriedene Rohrdorfer tanzten bis weit in die Nacht hinein am Rhein entlang. Die trügerische Ruhe fand jedoch Anfangs Juli ein jähes Ende, als in Bezug auf eine Zukunftsentwicklung und Planung der Vereinsstrukturen auch die Dirigentenfrage gestellt wurde. An einer ausserordentlich einberufenen Mitgliederversammlung im August wurde im Kreise aller Mitglieder die Situation offen diskutiert und die Meinungen vertreten. Im vollen Bewusstsein dessen, was man dem Dirigenten Roland Zaugg alles zu verdanken und was der Verein unter ihm erreicht hatte, wurde von einer Mehrzahl der Mitglieder der Wunsch nach einer Veränderung nach 13 Jahren am Dirigenten-Pult geäussert. Nach einer ausbedungenen Bedenkfrist entschloss sich Roland Zaugg dazu, den Verein bis zum Jahreskonzert 2019 zu leiten. Eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung war gefunden worden. Das Fischessen mit integrierter Jubilarenfeier in der Zähnteschüür Oberrohrdorf war wiederum von einer rekordhohen Beteiligung der Jubilaren und Hochzeiter geprägt. Die Schüür war auf jeden Fall bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit Spannung wurde dann das Reiseziel der Vereinsreise vom Wochenende des 8./9. September verkündet: Welschland… Erinnerungen an Montreux wurden wach! Bilingue, keine Organisation, komische Sprache, komische Leute usw. Aber: Weit gefehlt. Die Organisatorinnen hatten ein tolles Programm vorbereitet und rekognosziert. Start in Neuchatel, Wanderung vom Aussichtsturm auf dem Chaumont runter nach Neuenburg, Apero, Fahrt nach Avenches ans Military Tattoo, Abendessen im Hafengebiet und freier Ausgang. Tolles modernes Stadthotel und am Sonntag ein relaxter Vor- und Nachmittag auf der Vue des Alpes. Hauptattraktion war sicherlich die Rodelbahn, auf der so mancher sein Kind in sich wiedergefunden hat. Das Kirchenkonzert fand in der St. Martin Kirche in Oberrohrdorf statt, wurde zahlreich besucht und war musikalisch gelungen. Das Konzert war zudem geprägt vom plötzlichen Ende der Ära des Ehrendirigenten Roland Zaugg, der sein Mandat per sofort niederlegte.
2017
Im April fand das Jahreskonzert unter dem Motto „Rock am Berg“ statt und der Verein vermochte die vielen Konzertbesucher von der rockigen Seite zu überzeugen. Zu den Höhepunkten dürfen sicherlich auch die „öffentliche Bekanntmachung“ der Ernennung unseres Dirigenten Roland Zaugg zum Ehrendirigenten und die Ehrung von Rolf Gasser zum Eidg. Veteranen gezählt werden. Als nächster Vereinsjahres-Höhepunkt kündigte sich der Musiktag in nachbarlichen Tägerig an. Mit dem Stück „Der Magnetberg“ von Mario Bürki stellten sich die HMR dem Experten. Eine absolut gelungene Vorstellung vor einem begeisterten Publikum war der Probebemühungen Lohn. Der Experte erkannte aber noch die eine oder andere Optimierungsmöglichkeit. Das Thermometer in Tägerig hatte morgens um 11.30h schon die 30 Grad Marke geknackt, als die HMR auf die Marschmusikstrecke geschickt wurden. Mit einem tollen musikalischen Vortrag des Marsches „Semper Fidelis“ erreichte der Verein die sagenhafte Punktezahl von 84 und klassierte sich von 19 teilnehmen Vereinen im Silberrang! Am Nationalfeiertag durfte die HMR den kulinarischen Teil der gemeinsamen Feier von Ober- und Niederrohrdorf organisieren. Die ambitionierten Kalkulationen wurden leider von einem heftigen Unwetter mit Blitz und Donner geschmälert. Statt der erwarteten 600 Besucher verköstigten und bewirtete der Verein gerade mal 350 Eidgenossen. Sogar die Kirchenuhr bekam noch das ihrige ab und der Blitz schlug Punkt 18.05h das Uhrwerk lahm. Der Vereinsausflug von Mitte September führte zuerst ins nachbarliche Baden zu einer Stadtführung und nachfolgend zum Pizzaschmaus ins Probelokal. Dabei wurde arg laut musiziert, getrommelt, gelacht und gefeiert.
2016
Das Jahreskonzert im April unter dem Motto „10 Jahre Rolli Zaugg – The Best of…„ versprach ein Déjà-Vu mit den beliebtesten Stücken der Ära Zaugg. Die Evergreens und Ohrenwürmer fanden beim zahlreichen Publikum viel Zuspruch. Im Bereich der Ehrungen konnten mit Marcel Blunschi als Kantonalen Ehrenveteran (50 Jahre) und Christoph Stenz als Eidg. Veteran (35 Jahre) zwei verdiente Mitglieder geehrt werden. Ein weiteres Highlight war auch die Ehrung von Rolli Zaugg für verdienstvollen 10 Jahre am Dirigentenpult. In Form einer goldenen Schallplatte und einer persönlichen Widmung wurde sein Einsatz zum Wohle des Vereins entsprechend gewürdigt. Nicht zu vergessen gilt, dass ab sofort eine eigens komponierte Polka – die HAROLIZA – den Namen des Vereines mit den Initialen des Dirigenten gemischt, trägt. Das absolute Jahresziel stand anfangs Juni auf dem Programm. Das Eidg. Musikfest in Montreux. Wie in St. Gallen vor 5 Jahren meldeten sich der Verein wiederum in der Kategorie „Unterhaltungsmusik Mittelstufe“ an. Mit einem Medley von fetzigen Stücken, gepaart mit kleinen Showeinlagen, wollte die HMR die Jury und das Publikum rocken. Das Motto „So excited“ – auf Deutsch „So aufregend“ liess bei der Stückwahl viel Abwechslung zu. Gutgelaunt und bestens vorbereitet machte sich eine halbe Hundertschaft Musikanten mit Anhang auf Richtung Gestade des Lac Léman. Der Wettergott war aber alles andere als ein Musikantenfreund. Bereits auf der Fahrt nach Montreux goss es wie aus Kübeln. Mit dem Riesencar irrte die HMR aufgrund fehlender Beschilderungen durch halb Montreux, bis selbst die Polizei ein Einsehen hatte und den Verein mit Blaulicht-Eskorte durch die Nadelöhre der engen Zufahrtsstrassen lotste. Nicht mal ein „Täfelibueb“ war vor Ort, welcher die aufkommende Nervosität hätte nehmen können. So wurden eiligst die Instrumente in ein unzumutbar kleines Instrumentendepot verschoben, die Tenüs für die Marschmusik erstellt und auf den Sondershuttlebus gewartet. Doch wie es halt kommen musste: Die welsche Lässigkeit versagte auch hier nicht. Kein Bus da, der Fototermin bereits vorbei… und die Marschmusikstrecke noch 8 km entfernt. Der Wettlauf mit der Zeit begann. Gerade noch rechtzeitig richteten sich die Musikantinnen und Musikanten auf der Paradestrecke für den Marsch „Gruss an Bern“ ein, als Petrus einen weiteren Kübel Regenwasser leerte. Nass wie die Pudel ging‘s dann los – unser Abenteuer Montreux. Eine ganz passable Bewertung war der Lohn für die sehr gute Leistung. Die HMR hat den widrigen Umständen stolz getrotzt. Das nachfolgende Showkonzert kann getrost als etwas vom Besten gepriesen werden, was die Formation je gespielt hat. Ein jeder hat sicher eine ausgezeichnete Performance geleistet und erwartungsvoll die Bewertung abgewartet. Leider hat die 3-Köpfige Jury den Vortrag nicht mit der gleichen Euphorie honoriert. 87 Punkte waren das Verdikt. Somit war klar, dass wir im Cupsystem ausgeschieden waren. Das Ziel, der bestbewertete Aargauer Verein zu sein, verpassten wir ebenfalls haarscharf. Trotzdem: Wir dürfen absolut stolz sein, auf das was wir musikalisch geleistet haben!
Das Fest der Pleiten, Pech und Pannen fand dann noch weiter Fortsetzung. Sei es im schlecht organisierten Instrumentendepot im 2M2C, fehlender Feststimmung in den Beizli am See und sogar die Koordinaten für die Unterkunft in Vevey waren falsch, so dass spät abendlich noch vereinzelte Musikergrüppli aus Rohrdorf im nasskalten Vevey gesichtet wurden.
Der Empfang in Niederrohrdorf am nächsten Sonntag war wenigstens von viel Volk und blauem Himmel gesegnet. Ein würdiger Ausklang eines wahrlich geschichtsträchtigen Eidgenössischen! Das Fischessen kann ebenso als denkwürdig klassifiziert werden, da nebst einem tollen Konzert für die Jubilaren, einer vollen Vereinskasse leider auch Nebenerscheinungen in Form von erkrankten Besucherinnen und Besucher zu beklagen waren. Da lag es auf der Hand, der Menükarte Schuld zu geben… Der Verein kann aber mit Recht behaupten, dass der Anlass wohl eine der übelsten Krankheitswellen am Rohrdorferberg überschnitten hat. Das Konzert in der Kirche fand erstmals seit längerem wieder einmal im St. Martin in Oberrohrdorf statt, dies aufgrund einer Terminfriktion in der Kirche in Niederrohrdorf. Das Publikum lief in Scharen auf und der Verein vermochte musikalisch vollends zu überzeugen.
2015
Seit langer Zeit wurde anstelle einer klassischen – sprich sommerlichen – Musikreise ein Schnee- und Sporttag lanciert. Ziel war Melchsee-Frutt für Skifahrer, Schlittler oder Schneewanderer. Petrus zog an diesem Sonntag leider einen ganz schlechten Tag ein und so wurden die sportlichen Aktivitäten im dichten Schneegestöber und alternierend in den gemütlichen Bergbeizlis ausgetragen. Erster musikalischer Fokuspunkt war ganz klar das Jahreskonzert im März in Niederrohrdorf. Das dankbare Motto „In 80 Minuten um die Welt“ liess ein abwechslungsreiches Konzertprogramm zu, welches dann vor einem ansehnlichen Konzertpublikum vorgetragen wurde. Im Juni nahm der Verein am kant. Musiktag in Lengnau teil, wo das Konzertstück „Hindenburg“ nicht nur musikalisch sondern auch dramaturgisch mit einer Nebelmaschine in Szene gesetzt wurde. Die Aufführung wurde vom beurteilenden Experten mit Lob nur so überschüttet. Die Marschmusik gelang einmal mehr nicht ganz wunschgemäss. Sie ist und bleibt ein Sorgenkind des Vereins. Erstmals wurden das Fischessen und die Jubilarenfeier in einem einzigen Anlass konzentriert, was ein grosser Erfolg wurde.
2014
Das Jahr 1 in der Zeitrechnung nach dem 150-Jahr-Jubiläum stand ganz im Zeichen der Konsolidierung und Reduzierung bei den Vereinstätigkeiten und Anlässen. Es galt, die erreichten musikalischen Qualitäten zu festigen, die neuen Vorstands- und Musikkommissionsstrukturen teilweise neu einzurichten und zu justieren, Verantwortlichkeiten zu definieren und den qualitativ hohen Standard zu etablieren. Unter dem Motto „Let’s Dance“ überraschte die HMR an ihrem Jahreskonzert das zahlreich erschienene Publikum mit Tanzeinlagen eines Tanzprofi-Paares und einer raffiniert einstudierten Abba-Nummer zusammen mit der Damenriege Niederrohrdorf. Ein weiteres Novum war, dass die Musikanten und Musikantinnen inmitten der Halle Platz nahmen und so die Bindung zum Konzertpublikum verbessern konnten. Im Mai löste der Verein sein Versprechen gegenüber Toni Meier als Hauptsponsor des 150-Jubiläumsnachmittages ein, und umrahmte am eidg. Museumstag die Ausstellung im Kutschenmuseum musikalisch. Das herrliche Wetter und die angenehmen Temperaturen beschieden eine grosse Anzahl Zuhörer. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt und Toni scheute auch hier weder Kosten noch Aufwand, um der HMR eine gute Plattform zu geben.
Der Musiktag in Wegenstetten, nahe am Baselbiet, wurde dank guten Spielzeiten zum Halbwerts-Anlass. Ein überzeugend vorgetragenes Selbstwahlstück („Russian Dance Suite“) vermochte den Experten zu viel Lob und positivem Feedback zu bewegen. Hingegen wurde der Verein mit der Bewertung der Marschmusikleistung regelrecht abgestraft und bescheiden bewertet.
Das Helferfest zur 150 Jahr-Feier führte die Teilnehmenden ins ländliche Emmental. Sumiswald wurde gleich mit zwei Cars angefahren: Mit einem gespenstisch schwarzen Partybus mit Bareinrichtung und einem familientauglichen Comfortgefährt von Eurobus. Sportliche Stunden mit Hornussen, Pfeilbogenschiessen und Platzgen wurden durch ein feines Mittagessen bereichert.
Das schlechte Sommerwetter machte auf den Punkt genau Pause zum Fischessen in der Zähnteschüür. Erstmals dort ausgetragen, wurde der Traditionsanlass dank bester Organisation des Festwirtes zum vollen Erfolg. Schon kurz vor 21.00 Uhr waren sämtliche Fischknusperli und Forellenfilets ausverkauft. Im September wurde erstmals der Alters-Jubilarenanlass alleine durch die HMR organisiert: Der Männerchor Staretschwil sei in der Auflösung begriffen und daher nicht in der Lage, sich am Anlass zu partizipieren. Nach einem erfolgreichen Kirchenkonzert war das Ständli bei angenehm winterlichen Bedingungen am Weihnachtsmarkt in Oberrohrdorf leider ein Abschiednehmen der besonderen Art: Wer hätte gedacht, dass der prächtig leuchtende Mammutbaum die musikalischen Klänge letztmals vernehmen würde? Der Baumpatient war bereits derart vom Sterben befallen, dass im Herbst 2015 sein letztes Ästlein geschlagen hatte und heute nur noch ein Baumstrunk an das Oberrohrdorfer Wahrzeichen erinnert.
2013
Den Auftakt zum 150-Jährigen bildete die Sonderausstellung im Dorfmuseum Niederrohrdorf, wo anlässlich des Nationalen Museumstages unter grossem Engagement der Museumskommission am Sonntag, 12. Mai, viel Interessantes und Spannendes aus der langjährigen Vereinsgeschichte zu erfahren war. Der musikalische Höhepunkt bildete sicherlich die Teilnahme am Kantonalen Musikfest in Aarburg. Als Selbstwahlstück bestimmte der Verein das Werk «Pompeji», Aufgabenstück war das «Concertino für Blasorchester» – zwei Werke, die zwar anspruchsvoll, aber für den Zuhörer gleichsam unterhaltend sind. Die HMR wurde für ihre Darbietung mit der höchsten Punktzahl in ihrer Kategorie belohnt. Unter der Leitung des kompetenten OK Präsidenten Ewald Rudolf von Rohr fand am 31. August/1. September fand das grosse Jubiläumsfest statt. Die Gelegenheit wurde genutzt um die alte, ziemlich mitgenommene Fahne durch eine neue zu ersetzten. Als Fahnenpaten konnten Silvia Blunschi und Rudolf Hug gewonnen werden.
2012
Unter dem Motto «Patchwork» planten die Harmonie Rohrdorf und die MG Stetten ein Debüt mit einem gemeinsamen Unterhaltungskonzert. Durch die guten Vorbereitungen der Dirigenten Roland Zaugg und Pascal Gruber fand eine feine Verschmelzung der beiden Musikkorps statt. Der Musiktag in Niederwil lud zum friedlichen Musikvergleich ein. Im Konzertstück «Piraten der Karibik» erwarteten die Musikanten Kanonenschüsse, dramatische Passagen und eine bestens bekannte Melodie. Leider war der Experte an diesem verregneten Sonntagnachmittag der HMR nicht sonderlich wohlgesinnt. Das Expertengespräch musste ungeniert mit der Überschrift «Skandal» klassifiziert werden, waren doch keine Erkenntnisse für die Harmoniemusik ableitbar. Am Wochenende des 22./23. September kam es dann zur langersehnten und freudig erwarteten Musikreise. Urs Blunschi und Andreas Hauser schürten schon im Vorfeld die Lust auf ein zünftiges Weinfest in Erlach. Nach dem Kaffeehalt in der World of Coffee bei der Jura Kaffeemaschinen in Niederbuchsiten verköstigten sich die Teilnehmer gegen Mittag in einem ehrwürdigen Zunftsaal in der Solothurner Altstadt. Die schönste Barockstadt der Schweiz wurde danach per Stadtführung erkundet und so manche Eigenheit mit der Zahl 11 bestaunt. In Erlach konzertierte die HMR zweimal vor zahlreichem Publikum, immer wieder unterbrochen durch kleine Weindegustationen. An der traditionellen Cordulafeier in Baden im Oktober gehören kalte Füsse und Finger einfach dazu wie Silbereisen und Klingelfuss, die beiden jeweiligen Hauptakteure. Als musikalische Rosine kann das Konzert in der Kirche bezeichnet werden. Mit der schönen Stimme von Gastsängerin Rebecca Greuter und dem Spiel der Harmoniemusik wurden die Konzertbesucher förmlich verzaubert. In der finalen Zugabe «Highland Cathedral» beeindruckte besonders der Auftritt des Dudelsackspielers.
2011
2010
2009
Ende März war der Verein am Jubiläum des Männerchors Staretschwil eingeladen. Die Freundschaft zwischen den beiden Vereinen wurde durch ein tolles Feedback untermauert. Anfang April war das Unterhaltungskonzert unter dem Motto «let’s fet’s» mit dem Jugendspiel als Gast in Niederrohrdorf. 80 Musiker mit 2 Dirigenten boten in der neuen, prall gefüllten Turnhalle Rüsler ein besonderes Hörerlebmis. Das Spontan-Geburtstagsständli-Marschmusik-Ereignis in Künten zum 50sten und zur Überraschung des Dirigenten Roland Zaugg liess sich niemand entgehen. Der zaugg’sche Hausplatz wurde kurzerhand zur Festhütte umgenutzt. Im Juni fand die Vereinsreise nach Filisur statt. Die RhB-Bahnlinie Davos-Filisur feierte ihr 100-jähriges Jubiläum. Als «Hauptact» des Abends wurde die Harmoniemusik Rohrdorf als Spitzenformation angekündigt – und hat die Erwartungen der Bergler und Touristen vollauf erfüllen können, dass ein internationaler Besucher den Auftritt auf Youtube veröffentlichte. Präsident Rolf Gasser hielt in seinem Jahresbericht fest, dass sich der Probenbesuch so stark verbessert hat, dass ein Drittel der Mitglieder geehrt werden konnten. Die Harmoniemusik «öffnete» das 20. Adventsfenster mit stimmungsvoller Weihnachtsmusik. Vor dem Gemeindehaus Niederrohrdorf mit seinem Weihnachtsbaum fand sich ein ansehnliches Publikum zusammen. Dass aufgrund der argen Kälte den Bassisten sogar die Ventile an den Instrumenten einfroren, wurde von ihnen mit roten Nasen und leuchtenden Augen zur Kenntnis genommen.
2008
Gut besuchtes Unterhaltungskonzert in Remetschwil. Ein Vorbereitungskonzert mit Jonen war der Startschuss für das Kantonale Musikfest in Bremgarten. Im musikalischen Ausdruck und in der Interpretation erhielt er sehr gute Noten, letztlich sicherlich der Verdienst des Dirigenten. Im September spielte man am Jugend- und Dorffest in Niederrohrdorf und konnte dort die neue Bühne musikalisch einweihen. Ende Oktober machte man zusammen mit dem Kirchenchor eine wunderbare Gottesdienstbegleitung in St. Martin. An der nachfolgenden GV gab Joe Wiederkehr einen gesunden Verein und einen gut eingespielten Vorstand ab. Mit Rolf Gasser gewann der Verein einen bedachten, kommunikationsfreudigen Präsidenten. Zusammenkünfte: 78.
2007
Das traditionelle Unterhaltungskonzert stand unter dem Motto «z’Rohrdorf fägt’s» statt. Besonders angetan hatte es wohl «Slaidburn», einer der Lieblingsmärsche des Dirigenten Roland Zaugg. Weitere Anlässe: Umrahmung Weisser Sonntag, Papiersammlung in Remetschwil, Kantonaler Musiktag in Künteni, musikalische Beiträge an den Gemeindeversammlungen von Niederrohrdorf und Remetschwil, Staatsakt der Spanischbrödlizunft in Baden. Der «Sommerhock» musste wegen dem nasskaltem Wetter in die Scheune von Martin Kaufmann verlegt werden. Ein grandioser Auftritt an der Badenfahrt in der Beiz der Spanischbrödlizunft folgte im August. Die eintägige Musikreise führte über den Furkapass, mit der Dampfbahn notabene. In Niederrohrdorf begleitete der Verein die Kreisel-Einweihung. Das Jahr endete auch diesmal mit dem immer erfolgreicheren Konzert in der Kirche Gut Hirt in Niederrohrdorf und der Vereins-GV.
2006
Das Unterhaltungskonzert fand unter dem Motto «Movie Night» statt und versteckte sich allerhand Blasmusik aus Spiel- und Unterhaltungsfilmen, Bekanntes und Modernes, Musik aber auch als Synonym von Glanz und Glamour. Der neue Dirigenten Roland Zaugg meisterte die Feuertaufe hervorragend. Neben den üblichen Anlässen darf der Auftritt am Turnfest in Niederrohrdorf erwähnt werden. Im September ging es auf die zweitägige Musikreise in den Schwarzwald und danach spielte man in der Zähnteschüür an der zur Tradition gewordenen Jubilarenfeier – ein Anlass, der sich bei den Jubilaren grosser Beliebtheit erfreut -, im Oktober an der Cordulafeier in Baden und im November am Konzert in der Kirche.
2005
Das Jahr stand ganz im Zeichen der Neuuniformierung am 28./29. Mai. Unter der Leitung von OK-Präsidentin Doris Roth kleidet sich die HMR neu ein. Ein einfacher, gerader Sakko in petrolgrün und schwarz abgesetztem Revers, am Ärmel der Schriftzug «Rohrdorf», Krawatte, Pochettli und Gilet in einem unauffälligen Muster, letzteres mit schwarzen Einsätzen und dazu eine schwarze Hose. Mit der sorgfältigen Wahl der neuen Uniform hatte man auf ein zeitgemässes und modisches Erscheinungsbild Wert gelegt. Die blaue Uniform von 1988 erhielt die Musikgesellschaft in Timisoara (Rumänien) als Geschenk. Im Juni besuchte der Verein den Musiktag in Villmergen und den Staatsakt in Baden, im Juli wurde ein Lottoabend im Rest. Winkelried in Wettingen und am 1. August bei bestem Wetter die Festwirtschaft an der offiziellen Feier in Oberrohrdorf durchgeführt. Mitte August fand wie üblich das Fischessen im Egrostübli, Mitte September die zur Tradition gewordene Jubilarenfeier mit dem Männerchor Staretschwil und im Oktober die Cordulafeier statt. Die. Musikreise führte auf den Ballenberg. Mit dem Konzert in der Kirche wurde Dirigent Giovanni Castelli wurde nach 4 Jahren verabschiedet.
2004
Nach dem traditionellen Unterhaltungskonzert spielte der Verein im Mai an der Eröffnung der neuen Schulanlage Rüsler. Im Juni standen dann der Besuch des Kantonalen Musiktages in Laufenburg, die Gemeindeversammlung Remetschwil sowie der Staatsakt in Baden auf dem Programm. Eine eintägige Musikreise nach Dornbirn sowie die Begleitung des Bettagsgottesdienstes in Remetschwil standen ebenfalls auf dem Programm. Mitte Oktober fand die Einweihung des Gemeindehauses in Oberrohrdorf statt. Trotz Regen waren die Besucher zahlreich erschienen und man konnte vor einem grossen Publikum die Schlüsselübergabe musikalisch umrahmen. Zusammenkünfte: 77.
2003
2002
2001
2000
1999
1998
1997
1996
1995
1994
1993
1992
1991
1990
1989
1988
1987
1986
1985
1984
1983
1982
1981
1980
1979
1978
1977
1976
1975
1974
1973
1972
1971
1970
1969
1968
1967
1966
1965
1964
1963
1962
1951 –
1961
1940 –
1950
1952: Besuch des Kantonalen Musiktages in Mägenwil. Am 5. und 6. Juli fand eine Vereinsreise an den Genfersee statt. Zu Fuss ging es um 05.00 Uhr nach Dättwil auf den Bahnhof.
1953: Anlässlich des 90-jährigen Bestehens führte der Verein in Niederrohrdorf einen Kantonalen Musiktag durch, an welchem 21 Musikvereine teilnahmen.
1955: Am Kantonalen Musiktag in Zofingen gab es zwei Mal den zweiten Rang für Konzertvortrag und Marschmusik. Am 18. August wurden die neuen Glocken für St. Martin abgeholt. Der Empfang im Hiltiberg gestaltete sich als ein wahrer Triumphmarsch durchs Dorf. Am 21. August wurde die Glockenweihe musikalisch umrahmt, wo es notabene für beide Auftritte ein Fass Bier als Entlöhnung gab.
1956: Besuch der Kantonalen Musiktage in Birmenstorf und Hägglingen. Kirchenbazar in Niederrohrdorf. Marschmusik am «Tag des Pferdes» in Baden. Mitwirkung am 50-jährigen Jubiläum der Darlehenskasse Rohrdorf.
1957: Bei der Schulhaus- und Sportplatzeinweihung in Oberrohrdorf durfte die Harmoniemusik nicht fehlen. Vereinsreise in den Tessin.
1959: gab es am Kantonalen Musikfest in Döttingen in der dritten Klasse stolze zwei erste Ränge mit Goldlorbeer. Dirgent Ernst Irniger soll sogar die Mundstücke in der Egro abgedreht haben,umoffenbar eine bessere Stimmung (Intonation) zu bekommen… 1961 Albin Notter stellte sich ein zweites Mal als Präsident zur Verfügung. Aushilfsweise wurde der Dietiker Albin Strebel für drei Jahre dirigent.
1930 – 1939
1931 war der Lorbeerkranz mit Goldfransen, welcher beim Eidgenössischen Musikfest in Bern geholt wurde, für Josef Irniger bestimmt einer der letzten Höhepunkte. Die Bevölkerung bereitete der Harmoniemusik einen grossen Empfang.
1933: Der Höhepunkt anlässlich des 70-jährigen Bestehens war sicherlich die Neuuniformierung mit Fahnenweihe. Lieferant der militärisch wirkenden Uniform war die Uniformenfabrik Dick aus Bern und die Kosten beliefen sich auf Fr. 6’037.70. An diesem Festanlass am 25. Juni wurden die Ehrengäste in einer 6-spännigen Kutsche auf das Festgelände gefahren. Trotz des regnerischen und kalten Wetters herrschte in der Festhütte ein reger Betrieb. Die neue Vereinsfahne kam von der Firma Fräfel, Fahnenstickerei in St. Gallen. Als Patensektion dieser zweiten Fahne in der Vereinsgeschichte hatte sich wiederum die Jägermusik Wettingen bereit erklärt. Nebst ihr nahmen die Musikvereine Bellikon, Künten und Fislisbach sowie die Knabenmusik am Jubiläumsfest teil. Ehrenpräsident Eduard Irniger referierte über das Geschichtliche und der Präsident der Jägermusik Wettingen, Herr Bürgler, vollzog die Fahnenweihe. Das Vereinsbanner, eingefasst mit einer schwarz-weissen Bordüre, war in schwarzen und blauenWellen gewoben, welche zum Gemeindewappen zuliefen.Am unteren Rand befand sich ein Schriftband mit dem Ortsnamen und den Jahrzahlen. Der Verbleib dieser Vereinsfahne ist leider ungeklärt.
1934: Am 21.August wurden die Schüler von der Schulreise abgeholt. Ehrendirigent Josef Irniger (†1939) gab sein Abschiedskonzert. 45 Jahre lang war er Mitglied, 37 Jahre davon amtete er als Dirigent. Max Suter (†1996) wurde zum Präsidenten gewählt und 1942 zum Ehrenpräsidenten ernannt. Während 45 Jahren spielte er Klarinette und brachte vielen das Klarinettenspiel bei. Kaum einer kannte den Verein und dessen Vergangenheit so gut wie er. So brauchte es 1963 wenig, um ihn für die Verfassung einer Festschrift zu begeistern.
1936: Hans Holenweger aus Baden wurde neuer Dirigent.
1937: Besuch des Kantonalen Musikfestes in Wettingen, mit einem flotten Marsch ging es zum Dorf hinaus und in Dättwil auf den Zug. Konzertiert wurde in der Klosterkirche. In der Marschmusik erspielte sich der Verein den 1. Rang.
1938 fiel die Wahl des Dirigenten auf den Berner Hans Anker, der bis 1950 den Taktstock führte. Trotz Kriegswirren wurde in all den Jahren regelmässig musiziert: 119 Zusammenkünfte wurden für 1938 registriert, 77 Zusammenkünfte für das zweite Kriegsjahr (1940). Am und über den Rohrdorferberg hinaus kannte man die Harmoniemusik als überdurchschnittliche Festmusik.
1920 – 1929
1921: Frühlingskonzert mit Tombola in der Sonne. Freikonzert im Löwen. Am21. Juli beschloss der Verein, dass jedes Mitglied für die Finanzierung der neuen Uniform bis Ende Jahr pro Woche Fr. 1.– bezahlen muss. Ebenso fanden zur Finanzierung diverse Platzkonzerte statt.
1922 wurde für 28 Mann eine neue Uniform zum Preis von Fr. 182.– angeschafft. Lieferant war die Firma Hofstetter in Lyss. Am 30. April und 7. Mai fand als Einweihung der neuen Uniform im Löwen ein Konzert statt. Josef Irniger wurde Ehrendirektor (Ehrendirigent). In einem Schreiben der Schulpflege wurde dem Verein mitgeteilt, dass das Schulzimmer anderntags jeweils noch voll Rauch sei und dass dies von der Lehrerschaft nicht geduldet werde.
1923: Besuch der Zunft Hard in Niederrohrdorf. Bei einem Rundgang durch das Dorf wurde der durch einige Mitglieder eiligst aufgestellte Böögg nach Zürcher Vorbild unter den Klängen des Sechseläuten-Marsches sehr zur Freude der Zünfter angezündet.
1924: Wiedereintritt in den Aargauischen Musikverband. Vertrag für drei Jahre mit der Zunft Hard zur Beteiligung am Sechseläuten.
1925: das Neujahrskonzert im Löwen wurde im zweiten Teil mit dem Theater «Uli» bereichert. Regie führte Lehrer Frei. An der Fasnacht wurden zwei Bälle veranstaltet, am 21. Februar im Löwen und am 22. Februar in der Sonne. Auf die Teilnahme am Musikfest in Brugg wurde auf Grund der schwachen Besetzung verzichtet. Die Schüler wurden nach einem Ausflug an die Gewerbeausstellung nach Baden bei ihrer Rückkehr mit klingendem Spiel ins Dorf begleitet. Innerhalb des Vereins zeichneten sich Differenzen um die Person von Dirigent Josef Irniger ab.
1926: Mehrmonatige Krise und Zerfallsdrohung. Eine neutrale Kommission in der Person von Gemeindeschreiber Anton Egloff und Gemeinderat Eduard Irniger hatte Erfolg und konnte das Vereinsleben kitten.
1927: Die Gemeindeversammlung beschloss eine Subvention von Fr. 200.–. Ein Konzert wurde auf der Rennbahn Zürich-Oerlikon gegeben, wo der Niederrohrdorfer Rennfahrer Kastor Notter zu den Stars gehörte. Die Maskenbälle wurden organisiert und deren Einnahmen wurden meistens für Instrumente und Notenmaterial verwendet.
1928: Am 30. Juni, dem Vorabend der Firmung, wurde im Pfarrhof zu Ehren des angereisten Bischofs Joseph Ambühl ein Konzert abgehalten. Dirigent Josef Irniger und der Bischof unterhielten sich offenbar prächtig.
1929 wurden 98 Zusammenkünfte registriert. Wiederum wurden die Maskenbälle organisiert. Für die Ausbildung von Musikanten wurde Fr. 75.– ausgegeben und für Musikinstrumente gar Fr. 366.05.
1910 – 1919
1911 holte die Harmonie unter 16 Sektionen am Musikfest in Turgi den zweiten Lorbeerkranz. Vereinsausflug über den Jochpass. Um 04.00 Uhr war bereits Abmarsch mit Ziel BahnhofWohlen, notabene die ganze Reise mit Instrumenten.
1913 gab sich der Verein neue Statuten (26 Aktivmitglieder). Vereinsausflug zum Egelsee: Abmarschum 12.45 Uhr unter Sang und Klang in schnellemTempo bis zum Egelsee. Der kurze Halt nutzte man, um einen Marsch zu spielen. Im Restaurant Hasenberg wurde eingekehrt. Nebst dem Spielen durfte auch der Hosenlupf nicht fehlen. Bald kehrte man heim, denn dem Wirt war das Bier ausgegangen! Also marschierte man über Bellikon und Remetschwil nach Hause, ohne nicht noch vorher im Restaurant Post einzukehren.
1914 wurden bei der Mobilmachung die Soldaten bvon den daheim bleibenden Musikanten begleitet.
1916: Anlässlich der Musterung der Hilfsdienstpflichtigen in Baden sowie am 11. Juni auf dem Rüsler, für eine Gage von Fr. 25.– nebst freier Verköstigung, wurde konzertiert.
1918: Eduard Egloff und Martin Hertach werden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.
1919: Neujahrskonzert im Löwen. Ausflug auf den Üetliberg.
1900 – 1909
1901 wurde erneut ein flauer Probebesuch bilanziert.
1902 geschah Unerwartetes: Die Vereinskasse mit Fr. 400.– wurde unter die Mitglieder verteilt, sechs von ihnen traten aus!
1904: Der flaue Probenbesuch hielt an. KonzertamJugendfest in Niederrohrdorf.
1905: Auch in diesem Jahr wurde ein flauer Probebesuch bilanziert.
1906 wurde ein Fonds für die Neuinstrumentierung angelegt. Beschaffung von Notenblättern auf Karton. Besuch des Musiktages in Turgi.
1907: Besuch des Mittelaargauischen Musikfestes. Anschaffung neuer Instrumente. Lieferant: Die Firma Wolf aus Frauenfeld. Pfarrer Senn überreichte dem Verein Fr. 10.– für die Begleitung der Erstkommunikanten.
1908 trat der Verein dem Mittelaargauischen Musikverband bei. Tragisch wurde der Ausflug auf die Kleine Scheidegg: Das langjährige Aktivmitglied Karl Notter verunglückte tödlich in der Aareschlucht.
1909: Der Vorstand wurde auf fünf Mitglieder erhöht. Ende Jahr wurden 79 Zusammenkünfte notiert. Anschaffung von Jägerhüten als Kopfbedeckung. Die Hüte durften nicht einzeln getragen werden! Wer ein Jahr im Verein mitgewirkt hatte, durfte seinen Hut als Eigentum behalten. Am Fasnachtssonntag fand ein Konzert mit humoristischen Einlagen statt. Julius Irniger wurde in einen Dirigentenkurs nach Möriken geschickt. Am 1. August spielte der Verein zu einem Konzert auf dem «Zürcher Käferberg» gegen eine Gage von Fr. 100.– auf. Bereits am 2. August wurde ein Teil dieser Gage für einen Vereinsausflug nach Basel verwendet.